Probemontage

Auf der Suche nach 24 x 2 1/4″ Wulstreifen bin ich auf den Hersteller der Ensign Reifen in England gestoßen, https://www.vintagetyres.com. Einer der Macher von Vintage Tyres, Andy Vine, versuchte für mich auch Wulstfelgen zu besorgen. Die Zündapp benötigt Felgen mit „C-Profil“, d.h. das Felgenbett ist glatt. Es gibt noch Felgen mit „Westwood-Profil“, diese haben einen Wulst in der Mitte wo die Speichen eingehängt werden. Andy hat mir Felgen besorgt, leider waren es aber am Ende doch Westwood Felgen…
Da ich sonst nichts bekommen habe, habe ich Reifen, Schläuche und die Westwood Felgen in England gekauft. Nebenher habe ich noch nach Radnaben gesucht, die möglichst nahe an den Maßen einer weiteren Z22 waren, die ich vermessen habe. Hier habe ich Naben von Weco gefunden, die man für ~ 20,- € bekommt.
Mittlerweile habe ich tatsächlich jemanden gefunden der richtig noch Wulstfelgen herstellt bzw. Bleche rollt die nachher zu Felgen werden, er sitzt allerdings in Australien und nennt sich Vintage Rims Australia: https://www.vintagerimsaus.com leider kann das hier in Europa anscheinend niemand mehr, alle die ich kontaktiert habe und das angeblich können entpuppten sich als „Besteller“ der Westwood Design Felgen aus England……..
Da ich nun mal die Westwood Felgen da hatte und auch Reifen und Speichen mittlerweile vorhanden waren, habe ich die Felgen kurzerhand eingespeicht und das Motorrad mal soweit zusammengesteckt… sieht sie nicht wundervoll aus? 🙂

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Gabelbolzen

Da die Bolzen meiner Gabel total ausgeschlagen waren, musste ich dafür neue anfertigen. Ich habe die Bolzen mit neuen Durchmessern nachkonstruiert und mir anbieten lassen. Leider waren die Kosten für die Drehteile so hoch, dass ich mir dafür auch eine eigene Drehmaschine hätte kaufen können – was ich dann auch gemacht habe 🙂 Lange ist es her dass ich in meiner Lehre Drehen gelernt habe, ich habe es aber nicht verlernt und so sind nun 4 neue Gabelbolzen entstanden, die meine Gabel wieder ohne Spiel werden lassen.

Motor 2

Froher Erwartung kaufte ich bei Ebay Kleinanzeigen einen Motor, der auf den ersten Blick wie der von einer Z22 aussah. Der Abgleich der Fahrgestellnummer (105XX) ergab, dass es tatsächlich ein Z22 Motor sein musste, denn die Nummer lag unter 11000, was laut den Listen aus dem ehemaligen Zündapp-Archiv (heute im technischen Museum Berlin) ein Z22 Motor sein musste. Also gleich bestellt.

Zu Hause angekommen, sah der Motor im direkten Vergleich doch mal gleich ganz anders aus… das Gehäuse war viel breiter, der Zylinder viel voluminöser… nach weitere Recherche und Vergleich mit einer K249 stellte sich heraus, dass es ein Motor für ein ebensolches Modell sein muss… schade, wäre ja zu schön gewesen… 😦

Jedenfalls muss die „Wechselfahrgestellnummer“ irgendwo zwischen 10000 und 11000 liegen, denn ich kenne mittlerweile ein Z22-Modell mit 106XX Nummer, das 10.000ste Zündapp-Motorrad war aber eine K249… außerdem kenne ich eine Z22, dessen Rahmennummer über der Motornummer des jetzt gekauften Motors liegt, was diese These stützt…

Motor

Heute habe ich den Motor auseinander genommen, dabei hat mich fast der Schlag getroffen… Die Z22 hat noch einen Nasen-Stahlkolben, dieser ist unten am Hemd abgebrochen. Sie scheint noch so gelaufen zu sein… der Konus für die Schwungscheibe ist total im kaputt, da wurde in der Not ein Lehrenblatt passend gemacht und dazwischen montiert, als Keil dient eine ausgediente Rolle aus einem Rollenlager… der Kurbelwellenstumpf und das Schwungrad wurden entsprechend bearbeitet… da kommt noch einiges an Arbeit auf mich zu, ob ich die Teile noch retten kann weis ich nicht, ich werde jetzt erst mal nach einem Ersatzmotor bzw. einer anderen Kurbelwelle und Schwungrad Ausschau halten…

Vergaser

Es scheint zwei verschiedene Vergaser gegeben zu haben, einen frühen mit einstellbarer Düse und einen späten, der dem AMAC T25 sehr ähnelt. Zündapp hat die Vergaser der Z22 wie vieles an dem Motorrad wohl selbst hergestellt.

Die späten Vergaser wurden auch unter dem Markennamen „Südapp“ verkauft, es gab sie auch als „Egstra“, „Kastra“, „Maxima“ oder „Maximal“.

Sattel

Leider fehlt bei meiner Maschine der Sattel, weshalb ich angefangen habe zu recherchieren, wie dieser denn genau aussah.

Es scheint 2 Versionen zu geben, eine mit einer Querstrebe zwischen den beiden Zugfedern und eine mit einer Art „Pfanne“ zwischen den Federn.

Stephan

Frühe Z22 Sigmaringen

Guenter

Z2G Bj. 1923

Nuernberg

Z2G Museum Nürnberg

Bremen

Z22 Bremen

Ersatzteilliste

Ersatzteilliste


Guenter_2